Aus der Traum? US-Beobachtungsstudie findet erneut keinen Nutzen von Hydroxychloroquin bei COVID-19

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Die Malariamittel Chloroquin beziehungsweise Hydroxychloroquin galten zu Beginn der COVID-19-Pandemie als die großen Hoffnungsträger. Doch die erwünschte Wirkung blieb bislang aus, und es kam vor allem bei hochdosierter Anwendung auch zu vermehrten kardialen Todesfällen aufgrund von Arrhythmien.

Eine neue Beobachtungsstudie mit knapp 1.400 stationären COVID-19-Patienten bestätigt nun: Die Behandlung mit Hydroxychloroquin beeinflusst klinische Endpunkte wie Intubation oder Tod nicht positiv. Das hat Dr. Joshua Geleris von der Columbia University zusammen mit Kollegen aktuell im NEJM veröffentlicht. Mehr lesen… 

Heinsberg-Studie im „Preprint“: Hohe Dunkelziffer an Infektionen, Sterberate nur 0,36% – gilt das für ganz Deutschland?

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Die Dunkelziffer an Infizierten und der Fall-Verstorbenen-Anteil (Infection Fatality Rate, IFR) werfen bei SARS-CoV-2 viele Fragen auf. Erstmals liegen nun die von Bonner Wissenschaftlern ausgewerteten Daten zu einem größeren Infektionscluster aus Deutschland als Preprint vor.

Als Schlussfolgerung aus der so genannten Heinsberg-Studie gehen die Autoren von möglicherweise bereits bis zu 1,8 Millionen mit dem neuen Coronavirus Infizierten in Deutschland aus. Die von ihnen errechnete IFR ist mit 0,36% nicht allzu hoch. Mehr lesen… 

Start in die individualisierte Therapie beim Prostatakarzinom: Olaparib bewährt sich als Option für ausgewählte Männer

Reproductive system male, medical concept.
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Beim Ovarial- und Mammakarzinom der Frau hat sich die Hemmung der DNA-Reparatur bekanntlich als Strategie bewährt. Krebszellen mit BRCA1/2-Mutationen teilen sich rasch, was auch zu Schäden am Erbgut führt. Zur DNA Damage Response (DDR) trägt das Enzym PARP, die Poly(ADP-Ribose)-Polymerase, bei. Patientinnen mit entsprechender Gensignatur profitieren von PARP-Inhibitoren wie Olaparib (Lynparza®).

Jetzt zeigen Ergebnisse der Phase-3-Studie PROfound, dass der Wirkstoff auch für Männer, deren Prostatakarzinom BRCA1-, BRCA-2- oder ATM-Mutationen trägt, einen Mehrwert bietet.  Mehr lesen… 

Therapie des Bauchaortenaneurysmas: Welche Rolle spielen Gender-Unterschiede bei der Auswahl des OP-Verfahrens?

Aneurysma der Bauchaorta. Bild: Intermedichbo / CC BY-SA 3.0 rs

Laut Studien zur Evaluation von Screeningprogrammen beträgt die Prävalenz eines Bauchaortenaneurysmas mit einem Durchmesser ≥ 3,0 cm zwischen 3 und 5% bei Männern über 65 Jahren und 0,5 bis 1,5% bei Frauen über 65. Frauen erkranken bis zu den Wechseljahren seltener als Männer an Arteriosklerose, dem wichtigsten Risikofaktor eines Bauchaortenaneurysmas (Abdominal aortic aneurysm, AAA).

Ob es auch bei der Therapie Gender-Aspekte gibt, haben Forscher um Niveditta Ramkumar vom Dartmouth Institute for Health Policy & Clinical Practice in Lebanon, New Hampshire, untersucht. Ihr Fazit aus einer Kohorte mit rund 16.000 Patienten: Ärzte behandelten Patientinnen um 65% häufiger mit offenen Eingriffen als Patienten. Bei Frauen war die Mortalität nach endovaskulären Eingriffen (EVAR) um 13% höher als bei Männern. Mehr lesen…