Therapie des Bauchaortenaneurysmas: Welche Rolle spielen Gender-Unterschiede bei der Auswahl des OP-Verfahrens?

Aneurysma der Bauchaorta. Bild: Intermedichbo / CC BY-SA 3.0 rs

Laut Studien zur Evaluation von Screeningprogrammen beträgt die Prävalenz eines Bauchaortenaneurysmas mit einem Durchmesser ≥ 3,0 cm zwischen 3 und 5% bei Männern über 65 Jahren und 0,5 bis 1,5% bei Frauen über 65. Frauen erkranken bis zu den Wechseljahren seltener als Männer an Arteriosklerose, dem wichtigsten Risikofaktor eines Bauchaortenaneurysmas (Abdominal aortic aneurysm, AAA).

Ob es auch bei der Therapie Gender-Aspekte gibt, haben Forscher um Niveditta Ramkumar vom Dartmouth Institute for Health Policy & Clinical Practice in Lebanon, New Hampshire, untersucht. Ihr Fazit aus einer Kohorte mit rund 16.000 Patienten: Ärzte behandelten Patientinnen um 65% häufiger mit offenen Eingriffen als Patienten. Bei Frauen war die Mortalität nach endovaskulären Eingriffen (EVAR) um 13% höher als bei Männern. Mehr lesen… 

COVID-19-Eindämmung: Könnten repräsentative Stichproben-Tests wichtige Daten zur Ausbreitung liefern?

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Deutschland hat mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten weitreichende Maßnahmen durchgesetzt, um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen. Doch ist die Strategie wirklich erfolgreich? Das weiß derzeit niemand wirklich so genau.

Denn Wissenschaftler brauchen verlässliche Zahlen. Genau hier liegt das Problem, und zwar aus zwei Gründen:

  • Die gemeldeten Fälle werden nur zeitverzögert übertragen.
  • Deutschland testet zu wenige Menschen.

Diese Strategie kritisieren einige Experten. Sie fordern repräsentative Stichproben in der Bevölkerung, wer infiziert ist und wer nicht. Mehr lesen… 

EMA: Zolgensma bei spinaler Muskelatrophie jetzt auch bei uns – insgesamt 8 neue Zulassungen empfohlen

The-European-Medicines-Agency-EMA-logoDer Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat bei seinem Meeting vom 23. bis 26. März acht Arzneimittel zur Zulassung empfohlen, darunter drei Pharmaka zur Therapie seltener Erkrankungen und ein Biosimilar. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden alle Details der Studien vom Expertengremium nur virtuell besprochen. Mehr lesen… 

Corona-Diagnostik: Wo bleiben Schnell- und Antikörper-Tests?

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„Testen, testen, testen“, so lautet ein Ratschlag der Weltgesundheitsorganisation WHO in der Corona-Krise. Dass ihre Strategie Erfolg haben kann, zeigt ein Beispiel: In dem nordost-italienischen 3.000-Seelen-Dorf Vò wurden alle Einwohner mehrfach per Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf SARS-CoV-2 gescreent, unabhängig von Symptomen, und Infizierte wurden isoliert. Nach 14 Tagen war die Krankheitswelle vorbei – anders als in benachbarten Regionen Norditaliens.

Doch das diagnostische Verfahren hat zwei Nachteile. Es kann nur in spezialisierten virologischen Labors durchgeführt werden, also nicht in Routinelabors vieler Kliniken. Und es kostet Zeit, teilweise mehrere Tage. Wekcge Alternativen gibt es? Mehr lesen… 

Routineversorgung bei Vorhofflimmern: Apixaban erweist sich in Alltagsdaten wirksamer und sicherer als Rivaroxaban

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Apixaban und Rivaroxaban sind die am häufigsten verordneten direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) für Erwachsene mit Vorhofflimmern, aber es fehlen direkte Vergleichsdaten zu ihrer Sicherheit und Wirksamkeit.

Diese Lücke schließt jetzt Dr. Michael Fralick vom Dartmouth Institute for Health Policy & Clinical Practice, Libanon, zusammen mit Kollegen, auf Basis einer Kohortenstudie. Ihr Ergebnis: In der Routineversorgung hatten Erwachsene mit Vorhofflimmern unter Apixaban im Vergleich zu Rivaroxaban eine geringere Rate an ischämischen Schlaganfällen, systemischen Embolien, aber auch Blutungen. Mehr lesen… 

Was verursacht die Lungenschäden durch E-Zigaretten? Eine heiße Spur führt zu dieser Substanz …

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2.758 Patienten wurden in den USA bis Anfang Februar aufgrund von akuten Lungenschäden durch E-Zigaretten stationär behandelt, berichten die US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta. Daran sind 64 von ihnen gestorben. Die Erkrankung selbst wird mittlerweile Lung Injury Associated with the Use of E-Cigarette, or Vaping, Products (EVALI) genannt.

Im NEJM berichten Dr. Benjamin C. Blount vom CDC und Kollegen jetzt von 51 EVALI-Patienten aus 16 US-Bundesstaaten. Bei 48 von ihnen (94%) konnte man Vitamin-E-Acetat in der bronchoalveolären Lavage (BAL) nachweisen – aber nicht bei gesunden „Dampfern“. Mehr lesen… 

Kein Blick durchs Schlüsselloch: Ergebnisse klinischer Studien werden nur lückenhaft veröffentlicht

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Für Ärzte sind Cochrane Reviews wertvolle Grundlagen, um evidenzbasiert zu diagnostizieren und zu therapieren. Jetzt zeigen Analysen von Dr. Nicholas J. DeVito und Kollegen in The Lancet, dass nur 41% der Resultate innerhalb von 12 Monaten auch über das Register ClinicalTrials.gov abrufbar sind. Die Arbeit von Experten der Cochrane Collaboration wird immer schwerer. Mehr lesen…