„Mona Lisa“ entzaubert: Ihr „magischer Blick“ ist ein Mythos und ihr Aussehen womöglich Folge einer Hypothyreose

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Schaut Mona Lisa ihren Betrachter an oder nicht? Dieser Frage gingen Prof. Dr. Gernot Horstmann (l.) und Dr. Sebastian Loth vom Exzellenzcluster CITEC nach. Foto: CITEC/Universität Bielefeld

Der „magische Blick“ von Leonardo da Vincis berühmtem Ölgemälde „Mona Lisa“ ist nur ein Mythos, berichten Prof. Dr. Gernot Horstmann von der Universität Bielefeld und Kollegen in i-Perception. Auf Basis von 2.000 Einschätzungen errechneten sie einen fixen Blickwinkel von 15,4 Grad. Die Augen „folgen“ den Betrachtern also nicht. Den nach dem Gemälde benannten Mona-Lisa-Effekt gibt es bei Leonardos Werk somit gar nicht. Und: Warum das Äußere von Lisa del Giocondo die Betrachter so fasziniert (die Florentinerin war vermutlich da Vincis Modell), könnte an einer Hypothyreose liegen. Das vermuten zumindest Forscher um die Erstautorin Dr. Mandeep R. Mehra vom Brigham and Women’s Hospital and Harvard Medical School, Boston, USA, in den Mayo Clinic Proceedings. Mehr lesen…

Immer noch über 20 Minuten später – Studie bestätigt, dass Frauen beim Infarkt lange zögern. Wegen untypischer Symptome?

Foto: sdecoret – Fotolia

Frauen mit ST-Hebungsinfarkt (STEMI) warten im Schnitt 215 Minuten, bis sie Hilfe holen. Männer dagegen nur 192 Minuten. Im Krankenhaus selbst werden dann aber Patientinnen und Patienten gleichermaßen rasch behandelt. Dies berichten Dr. Matthias R. Meyer vom Züricher Stadtspital Triemli und seine Koautoren im European Heart Journal:Acute Cardiovascular Care auf Basis einer Kohortenstudie. Sie schreiben, dass sich die Situation – trotz aller entsprechender Info-Kampagnen und Aufklärung – in den letzten Jahren nicht nennenswert verbessert habe. Mehr lesen…

Angriff der Konnektoren

Grafik: Herschel Hoffmeyer – Fotolia

Ärzten bleiben nur noch drei Monate, um ihre Praxen mit der Telematik-Infrastruktur auszustatten. Der Aufwand ist hoch und nicht alle Systeme funktionieren. Wir fragten nach, wie Ärzte auf den Druck von oben reagieren – und warum sie finden, dass die Technik „großväterlich“ ist. Mehr lesen…

Golden-Globe-Verleihungen: Mit „Flu-Shots“ für die Prominenz gegen Fake News und Impf-Kritiker

Doctor making a vaccinationÜberraschung bei den 76. „Golden Globe Awards“ in Beverly Hills, Kalifornien: Die Gastgeber Andy Samberg und Sandra Oh boten Teilnehmern der Gala im Saal Grippe-Schutzimpfungen („Flu Shots“) an. Einige Stars ließen sich tatsächlich impfen. Was auf den ersten Blick wie ein reiner Showeffekt wirkt, war dazu gedacht, das Thema Impfungen in der US-Bevölkerung stärker positiv zu verankern. Mehr lesen…

Geschichte der Herzchirurgie Fortschritte Schlag auf Schlag

Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1986-0507-302 / CC-BY-SA 3.0

Mit knapp 200 000 Eingriffen pro Jahr gehört die Herzchirurgie zu einer der wichtigsten ­Fachrichtungen in Deutschland. Doch der Weg war steinig, und die Pioniere mussten etliche Rückschläge hinnehmen. Ihre ­Erfolge verdanken sie nicht nur neuen Techniken, sondern auch Fortschritten in der Pharmazie. Mehr lesen…